Tai Chi Chuan Prinzipien

Im Laufe der Zeit unserer Übung, wenn wir viele Leute beobachtet haben, bemerken wir, dass selbst in China die meisten Menschen ihr Tai Chi Chuan in den Parks nicht richtig praktizieren und die Form nicht korrekt ausgeführt wird. Der Körper bewegt sich nicht als eine Einheit. Die Hände oder Arme bewegen sich, obwohl der Körper schon gestoppt wurde. Für diejenigen, die keine Tai Chi Übungen kennen oder noch nicht viel Erfahrungen gesammelt haben, mag es harmonisch und elegant aussehen, es entspricht aber nicht den Prinzipien des Tai Chi Chuan. Wenn wir diese Prinzipien nicht folgen, sind es nur “Bewegungen” – und dafür eine Tai Chi Form über eine längere Zeit zu erlernen, um sich dann nur zu „bewegen“ – dafür ist der Aufwand einfach zu groß.

Der wichtigste Teil der Tai Chi Übung

Die Tai Chi Chuan Prinzipien sind der wichtigste Teil der Übungen. Diese Prinzipien sind die Grundlage des Tai Chi Chuan und beziehen sich auf alle Stilrichtungen. Ob wir unser Tai Chi für die Gesundheit oder Kampfkunst üben, für beide gelten immer die gleichen Prinzipien. Wenn wir den Prinzipien nicht folgen, ist unsere Form nicht korrekt. Folgen wir nicht den Prinzipien, können wir unsere “eigene” Form entwickeln. Verstehen wir die Prinzipien, werden wir die Form auch richtig ausführen. Ansonsten üben wir nur einfach eine “Bewegung”.

 

Tai Chi ist Kung Fu?

Wie steht Tai Chi Chuan im Zusammenhang mit Kung Fu?

Wie schon vorher in meinem Artikel beschrieben, betreiben viele Menschen das Tai Chi Chuan nur als Gesundheitsübung und verstehen nicht, dass Tai Chi Chuan eine Kampfkunst ist. Im Tai Chi Chuan bedeutet “Chuan” die “Faust”. Es ist ein Stil der chinesischen Kampfkünste. Und da es eine Kampfkunst ist, wurde es für die Selbstverteidigung und dem Kampf konzipiert. Alle Kampfkünste enthalten Entspannung, Kraft sowie Schlag-/Fuss-/Wurf- und Hebeltechniken – und Tai Chi Chuan ist keine Ausnahme. In allen Kampfkünsten können wir die Kraft sehen.

Tai Chi Chuan ist ein Stil des Kung Fu Systems. Weiterlesen

Kampfkunst Tai Chi Chuan

Tai Chi Chuan als Kampfkunst?

Die meisten von Ihnen haben schon über Tai Chi Chuan gelesen und gehört. Vielleicht sogar schon einmal gesehen und sogar (meistens in einem VHS- oder in einem Krankenkassenkurs) ausprobiert. Was den meisten Menschen dann in Erinnerung blieb ist, dass Tai Chi Chuan eine Form von Entspannungsübungen ist. Meditation in Bewegung, chinesischer Tanz oder sogar eine Form von Yoga. Ein Großteil der Teilnehmer springt erfahrungsgemäß unmotiviert nach ein paar Stunden Tai Chi ab, da im Unterricht mehr philosophiert aber weniger “trainiert” wird und zudem die Erfolge des Teilnehmers zu wünschen übrig lassen.

Ich möchte mit Ihnen etwas teilen, mit dem sie nicht so vertraut sind:

der Kampfkunst Tai Chi Chuan.

Für viele Menschen sind Tai Chi und Kampfkunst ein komplett anderes Gleis, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben möchten. Sie üben ihr Tai Chi als Meditation oder Gesundheitsübung. Ich behaupte nicht das diese Individuen richtig oder verkehrt liegen, aber ich behaupte, dass sie in ihrem Verständnis, was das System betrifft, ziemlich eingeschränkt werden können. Und in der Zukunft auf ein Plateau gelangen, auf dem sie sich nicht weiter entwickeln und verbessern werden.

Warum sind viele Tai Chi Praktizierende sogar nach jahrzehnte langes Üben unfähig ihr Tai Chi anzuwenden? Sie lieben Tai Chi, lieben aber kein Kung Fu. Tai Chi ist aber Kung Fu. Tai Chi ist ein Stil vom Kung Fu. Sie wünschen Tai Chi für Ihre Gesundheit zu üben, aber nicht die Kampfkunstanwendungen. Daher lernen sie nie die andere Seite vom Tai Chi Chuan kennen. Tai Chi Chuan hat etwas mit dem Yin und Yang Prinzip zu tun. Alle philosophieren darüber, können oder wollen es aber meistens nicht umsetzen.

Um Tai Chi korrekt auszuführen, muss der Praktizierende auch die Kampfkunstseite üben, auch wenn er es nicht als Selbstverteidigung ausführen möchte. Erfährt er aber die Anwendung für die Selbstverteidigung, wird sein Tai Chi Chuan besser werden, auch wenn es “nur” für die Gesundheit geübt wird.

Vergessen wir nicht die alten Meister in China. Bevor sie mit ihrem Tai Chi Training begannen, beherrschten sie meistens schon einen Kung Fu Stil. Heutzutage gibt es aber so viele Akteure wie Krankenkassen, Betriebsmediziner, Dienstleister auf dem Markt (Gesundheits-, Sportwissenschaftler, Physiotherapeuten, Altenpfleger, Entspannungstrainer, etc.), die noch nie etwas mit einer Kampfkunst zu tun hatten. Sie unterrichten ihr Tai Chi nur als eine Gesundheitsübung! Die Frage stellt sich nur, was wollen wir erreichen: Leistungsminderung oder Leistungssteigerung?

Auf das Thema Tai Chi Chuan und Gesundheit kommen wir später noch zu sprechen.